• Nathalie Nguyen

Nebenberuflich selbstständig: 7 Fragen, mit denen du deine Business-Idee findest


Du willst dich nebenberuflich selbstständig machen - dir fehlt aber noch die richtige Idee? Damit bist du nicht allein. Denn immer mehr Angestellte wollen neben dem Job ein Business aufbauen, um darin ihre Leidenschaft zu verwirklichen.


Aber wo sollst du bloß anfangen? Wie du die richtige Idee findest und dein Angebot testen kannst, das zeige ich dir in diesem Blogpost.



Inhaltsverzeichnis: Das erwartet dich

Checkliste: In 8 Schritten zu deiner nebenberuflichen Gründung



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1. Was machst du mit Leidenschaft?


Jede gute Business-Idee beginnt mit dem, was du mit Leidenschaft machst. Wenn du dich für etwas begeisterst, wirst du die nötige Energie und Motivation haben, um ein langfristiges Projekt wie die eigene Selbstständigkeit erfolgreich zu machen.


Wenn du noch nicht so genau weißt, in welche Richtung es gehen soll, wirst du gleich deine erste Business-Idee entwickeln. Du hast bereits eine Idee? Super! Dann nutze die folgenden Tipps, um deine Idee noch weiter zu schärfen.


Um deine Kreativität anzuregen, findest du gleich ein paar Fragen, über die du im Alltag vielleicht noch nicht nachgedacht hast. Mit diesen Fragen kannst du deine Leidenschaften und Stärken aus einer neuen Perspektive betrachten. Geh offen und neugierig an die Sache heran. Wichtig ist, dass du alle Gedanken, die dir in den Sinn kommen, einmal aufschreibst, ohne sie zu bewerten.


Beantworte folgende Fragen:

  • Für welche Themen brennst du? Worüber könntest du stundenlang reden?

  • Wenn Geld keine Rolle spielen würde - was würdest du gerne tun?

  • Wenn du wüsstest, dass du nicht scheitern kannst - was würdest du tun?

  • Was waren deine schönsten beruflichen und persönlichen Erfahrungen?

  • Auf welche Erfolge bist du besonders stolz?

  • Welche Stärken konntest du bei denen Erfolgen einsetzen?

  • Welche Personen inspirieren dich und warum?

  • Wofür wärst du gerne als Experte bekannt?


Schau dir deine gesammelten Antworten an. Welche Wiederholungen oder Kernthemen kannst du darin erkennen? Halte deine Liste bereit und ergänze sie laufend, denn sie wird dir helfen, deine Ideen mit den folgenden Fragen zu konkretisieren.



2. Was bringst du anderen gerne bei?


Dein Business soll dir Spaß machen. Dazu gehört nicht nur das, was du gerne machst, sondern auch das, was du anderen gerne beibringst. Frage dich: Wobei hilfst du anderen gerne? Was willst du vermitteln? Du inspirierst z. B. gerne eine Gruppe von Menschen zu einem bestimmten Thema? Dann könnte es etwas für dich sein, als Trainer dein Wissen weiterzugeben.


Wenn du keine Dienstleistung anbietest, sondern ein Produkt verkaufen willst, kannst du dieses Prinzip darauf übertragen. Frage dich, wofür dein Produkt stehen soll und was du damit in die Welt bringen willst.


Was du in die Welt bringen willst, kann auch etwas sein, das du gerne verbessern willst. Welche Themen, Produkte oder Services gibt es bereits, bei denen du denkst: “Das will ich ändern. So würde ich es besser machen.”


Deine Business-Idee wird dich noch stärker motivieren, wenn du damit das Leben von anderen Menschen erleichtern oder bereichern kannst.



3. Welche Ideen eignen sich für eine nebenberufliche Selbstständigkeit?


Nebenberuflich zu gründen, hat viele Vorteile. Eine besondere Herausforderung kann jedoch der zeitliche Aspekt sein, da du erstmal zwei Jobs hast. Damit du dein Business auch neben dem Hauptjob erfolgreich aufbauen kannst, brauchst du eine Geschäftsidee, die sich für eine nebenberufliche Selbstständigkeit eignet.


Überlege im Vorfeld, wie viel Zeit du neben deinem Hauptjob in dein Business investieren kannst bzw. willst. Berücksichtige dabei sowohl dein Energielevel als auch deine persönliche Lebenssituation. Erkenne, was für dich machbar ist und wie du dich selbst am besten organisieren kannst. Dazu kann auch die Frage gehören, ob es für dich sinnvoll ist, Teilzeitmodelle zu nutzen.


Für eine nebenberufliche Selbstständigkeit eignen sich Ideen, die folgende Punkte erfüllen:

  • Du kannst online arbeiten und deine Zeit flexibel gestalten.

  • Du kannst digitale Geschäftsmodelle nutzen.

  • Wenn du offline arbeiten willst, achte darauf, dass du deine Zeit überwiegend frei einteilen kannst.

  • Wenn du langfristig eine hauptberufliche Selbstständigkeit anstrebst, wähle eine Business-Idee mit Entwicklungsperspektiven, die du nach und nach ausbauen kannst.


Hier findest du zur Inspiration einige Geschäftsideen für eine nebenberufliche Selbstständigkeit:

  • Online arbeiten: Online-Kurse zu verschiedenen Themen, Online-Dienstleistungen wie z. B. Beratung, Coaching, Texte schreiben, virtuelle Assistenz, Webdesign

  • Digitale Geschäftsmodelle: Verkauf von (selbstgefertigten) Produkten über E-Commerce-Plattformen, Entwicklung von digitalen Produkten (Freemium und Subscription)

  • Offline arbeiten: Workshops geben, Fotografie und andere Dienstleistungen vor Ort, bei denen du deine Zeit flexibel einteilen kannst.



4. Welchen Wendepunkt in deinem Leben hast du erfolgreich gemeistert?


Diese ungewöhnliche Frage stellen sich viele nicht, wenn sie an Ihr Business denken. Dabei kann sie dich einen großen Schritt näher zu deiner Leidenschaft und der richtigen Business-Idee bringen.


Mach dir Gedanken darüber, welchen Wendepunkt es in deinem Leben gab, den du erfolgreich gemeistert hast. Du hattest z. B. gesundheitliche Probleme, die du mit der richtigen Ernährung in den Griff bekommen hast? Dann willst du als Ernährungsberater vielleicht anderen zeigen, wie sie durch die richtige Ernährung gesund und fit werden.


Es kann auch einfach eine Erfahrung sein, aus der du etwas mitgenommen hast, das du an andere weitergeben willst. Du hast dich z. B. nie vor der Kamera wohlgefühlt und mochtest deine Fotos nicht? Dann willst du als Fotograf vielleicht anderen dabei helfen, sich authentisch zu zeigen und auf den Fotos zu mögen.


Wenn du diese Frage für dich beantwortet hast, schaffst du dir eine starke Basis für deine Business-Idee. Denn du hast ein Thema, das dir am Herzen liegt und für das du Experte bist.



5. Wie sieht der Markt für deine Business-Idee aus?


Nimmt deine Business-Idee schon Form an? Dann wird es Zeit zu recherchieren, wie der Markt dafür aussieht. Es geht darum herauszufinden, ob es für deine Dienstleistung oder dein Produkt eine Nachfrage gibt. Frage dich: Löst du ein anhaltendes Problem? Bringst du anderen etwas bei oder schaffst du eine Erleichterung?


Am Beispiel eines Ernährungsberaters bedeutet das:

  • Du löst ein langanhaltendes Problem: Du hilfst anderen, ihre Ernährung umzustellen, damit sie wieder gesund und fit werden.

  • Du erleichterst ihr Leben: Du entwickelst mit ihnen einen Ernährungsplan mit praktischen Einkaufslisten.

  • Du bringst ihnen etwas bei: Du zeigst ihnen, wie sie die richtige Ernährung langfristig in ihren Alltag integrieren.


Um deine Zielgruppe besser kennenzulernen, recherchiere in sozialen Netzwerken (z. B. in Facebook-Gruppen) und bei Google. So findest du heraus, wonach deine Zielgruppe sucht und welche Probleme sie beschäftigen. Wenn in deinem Bereich Produkte verkauft werden, schau dir die Kommentare und Bewertungen auf Verkaufsplattformen an. Dadurch erfährst noch mehr über die Wünsche deiner potenziellen Kunden.


Schau dir außerdem an, ob es Wettbewerb gibt. Die Meisten haben Angst vor vielen Mitbewerbern. Für deine Business-Idee bedeutet das aber, dass es eine entsprechend hohe Nachfrage gibt.


Kenne deine Mitbewerber und informiere dich über ihre Angebote. Wichtig dabei ist: Fokussiere dich nicht auf sie und versuche nicht, sie nachzuahmen. Überlege stattdessen: Was machst du anders? Was macht dein Angebot einzigartig? Sei du selbst - denn deine Fähigkeiten, Erfahrungen und individuelle Persönlichkeit sind bereits dein Alleinstellungsmerkmal.



6. Wer ist dein Lieblingskunde?


Du hast nun deine Business-Idee und weißt, dass es einen Markt dafür gibt. Vielleicht hast du auch schon eine Vorstellung davon, wer deine Zielgruppe sein könnte. Die Meisten machen am Anfang jedoch den Fehler, dass sie ihre Zielgruppe zu breit wählen. Sie wollen möglichst viele ansprechen und sprechen dadurch am Ende niemanden an.


Wähle eine spitze Zielgruppe, indem du einen ganz konkreten Bereich als Expertise auswählst. Als Fotograf könnte deine Nische z. B. so aussehen: Anstatt einfach Menschen das Fotografieren beibringen zu wollen, fokussiere dich auf Anfänger-Fotografen, die Portrait-Fotografie von Männern lernen wollen. Wenn du klar in deiner Positionierung bist, werden sich deine potenziellen Kunden genau in deinem Angebot wiederfinden.


Frage dich also: Wer ist dein Lieblingskunde? Mit wem arbeitest du am liebsten? Das schafft gleich zwei Vorteile: Deine Arbeit wird dir besonders viel Spaß machen. Und du kannst deinen Kunden noch mehr Mehrwert bieten, weil du dich auf einen Bereich spezialisierst.


Nimm dir eine Person stellvertretend für deine Zielgruppe, wenn du deine Angebote entwickelst. Vielleicht hast du sogar einen Freund oder Bekannten, den du befragen kannst. Indem du dir eine Zielperson vorstellst, wird es dir leichter fallen, deinen Lieblingskunden zu definieren. Überlege dir, welches spezifische Problem deine Zielperson hat. Was sind ihre größten Herausforderungen und Wünsche?


Wenn du noch keine Kunden hast, lerne deine potenziellen Kunden so gut es geht kennen. Führe eine Umfrage durch oder biete Kennenlerngespräche für Interessenten an. Werde auch in Facebook-Gruppen aktiv oder nimm an Kursen aus deinem Bereich teil. So findest du heraus, was deine Zielgruppe wirklich bewegt und wer deine Lieblingskunden sind.



7. Was sagt deine Zielgruppe zu deinem Angebot?


Jetzt kannst du damit loslegen, dein erstes Angebot zu erstellen. Es geht noch nicht darum, eine komplett durchdachte Dienstleistung oder ein ausgefeiltes Produkt zu entwickeln. Starte erstmal mit einem groben Konzept, indem du überlegst, wie du deinen Kunden an sein Ziel bringen kannst.


Zu deinem Konzept gehört auch die richtige Angebotsform. Recherchiere dafür nach weiteren Aspekten, die zu deinem Bereich passen. Frage dich z. B., wie dein Kunde die Lösung geliefert bekommen will. Bewegt er sich lieber online oder offline? Wo informiert er sich? Arbeitet er gerne in Gruppen, 1 zu 1 oder lieber im Selbststudium?


Nachdem du aus allen relevanten Antworten dein erstes Angebot erstellt hast, biete es deiner Zielgruppe an. Denn bevor du weitere Zeit investierst, ist es wichtig, dein Angebot zu testen. Nutze dafür deine bestehenden Kontakte (z. B. aus den Kennenlerngesprächen) oder lade Personen auf sozialen Netzwerken zu einem Testlauf ein.


Du kannst deine Dienstleistung bzw. dein Produkt zu besonderen Konditionen anbieten und bekommst wertvolles Feedback zu deinem Angebot. So baust du deine ersten Kundenbeziehungen auf und schaffst eine solide Basis, um mit deinem Business durchzustarten.



Checkliste: In 8 Schritten zu deiner nebenberuflichen Gründung


Du hast jetzt eine Business-Idee - aber du weißt nicht, was du alles für eine Gründung brauchst? Dann hole dir meine kostenlose Checkliste. Sie hilft dir, deine nebenberufliche Gründung richtig zu planen und endlich in die Umsetzung zu kommen.


Checkliste: In 8 Schritten zur nebenberuflichen Gründung

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